Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramme gemäß EG-Wasserrahmenrichtlinie in Rheinland-Pfalz

Bewirtschaftungspläne einschließlich der Maßnahmenprogramme sind die zentralen Elemente bei der Bewirtschaftung der Gewässer nach der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL). Sie werden für ein Flussgebiet oder Teile hiervon – sogenannte Bearbeitungsgebiete – erstellt. Rheinland-Pfalz hat Anteil an den Bearbeitungsgebieten Oberrhein, Mittelrhein, Mosel-Saar und Niederrhein.

Bewirtschaftungspläne

In Europa haben die zuständigen Behörden erstmalig zum 22.12.2009 national und international koordinierte Bewirtschaftungspläne auf Flussgebietsebene aufgestellt. Ziel dieser Rahmenplanung ist es, Maßnahmen im Flussgebiet aufeinander abzustimmen und die Oberflächengewässer sowie das Grundwasser zu schützen. Diese Pläne wurden zum 22.12.2015 aktualisiert und veröffentlicht.

Der Bewirtschaftungsplan gibt Auskunft über den Zustand der Gewässer und fasst die erforderlichen Maßnahmen zusammen, welche zur Erreichung und Erhaltung des Bewirtschaftungsziels guter Zustand der Oberflächengewässer und des Grundwassers notwendig sind. Zudem erläutert er die wichtigsten Wasserbewirtschaftungsfragen und die Strategien zu deren Lösung und stellt die zu erreichenden Bewirtschaftungsziele dar.

Der rheinland-pfälzische Bewirtschaftungsplan mit dem Titel „Zusammenfassung der Beiträge des Landes Rheinland-Pfalz zum Bewirtschaftungsplan und der Maßnahmenprogramme für den internationalen Bewirtschaftungsplan Rhein“ für den Zeitraum 2010-2015 sowie der fortgeschriebene, aktualisierte Bewirtschaftungsplan für den Zeitraum 2016-2021 bietet allen Interessierten die Möglichkeit, sich gezielt über wichtige Inhalte des Bewirtschaftungsplans und der Maßnahmenprogramme für die rheinland-pfälzischen Anteile in der Flussgebietseinheit Rhein zu informieren.

Um die Koordination der Bewirtschaftungspläne zwischen den Ländern und mit den internationalen Partnern in der IKSR zu verbessern und zu institutionalisieren, wurde  im Jahre 2012 die Flussgebiets­gemeinschaft Rhein (FGG Rhein) mit Sitz in Worms gegründet. Über die FGG Rhein wird u. a. ein deutscher Koordinationsbericht (Chapeau-Kapitel) erstellt, der dem rheinland-pfälzischen Bewirtschaftungsplan voran gestellt wird. Dieser liegt ebenfalls vor.

Maßnahmenprogramme

Auf Grundlage der aktualisierten Bestandsaufnahme (2013) für die Gewässer in Rheinland-Pfalz sowie der Ergebnisse der Überwachungsprogramme für die Gewässer (Monitoring) wurden Maßnahmen zur weiteren Verbesserung des Zustands der Wasserkörper, die die Bewirtschaftungsziele nicht erreichen, ausgewählt und mit den Maßnahmenträgern kommuniziert. Diese Ergebnisse werden in den Maßnahmenprogrammen (als wesentlicher Teil des Bewirtschaftungsplans) zusammengefasst. 

Im Rahmen der Aufstellung der Maßnahmenprogramme wurden - wie bereits für die Maßnahmenprogramme 2010 bis 2015 - Strategische Umweltprüfungen (SUP) nach den §§ 14a ff UVPG durch die Struktur- und Genehmigungsdirektionen durchgeführt. Die Ergebnisse der Prüfung wurden in einem Umweltbericht dargestellt. Die Umweltberichte beziehen sich formal auf die rheinland-pfälzischen Anteile der Bearbeitungsgebiete der Flussgebietseinheit Rhein.

Dokumente / weitere Informationen

Alle Dokumente zum ersten (2010-2015) und zweiten Bewirtschaftungszyklus (2016-2021) finden Sie unter den Untermenüpunkten

Weiterführende Informationen können unter dem Menüpunkt "Karten (2016-2021)" für jeden Wasserkörper (Grund- und Oberflächenwasserkörper) eingesehen werden.