Fließgewässer

Die rheinland-pfälzischen EG-WRRL relevanten Fließgewässer (mit einem Einzugsgebiet > 10 km²) umfassen 360 Wasserkörper mit einer Gesamtlänge von mehr als 8.000 km. Landesweit ist ein repräsentativer Stand an ökologischer Gewässerzustandsinformation in den Jahren 2004-2008 und erneut 2012-2013 erhoben worden. Die ökologischen und chemischen Zustandsinformationen sind die aktuelle Basis für die Bewirtschaftung der Gewässer. Mit Hilfe dieser Daten sind in Zusammenhang mit weiteren Planungsgrundlagen zielführende Maßnahmen zur Verbesserung des ökologischen und chemischen Zustandes der Gewässer in Rheinland-Pfalz ableitbar.

Biologische Überwachung der Fließgewässer

Die EG-Wasserrahmenrichtlinie fordert eine umfassende Gesamtbetrachtung des Zustands der Gewässer. Die biologische Gewässerüberwachung erfolgt in Rheinland-Pfalz an rund 1000 für die Oberflächenwasserkörper repräsentativen Messstellen.
Die ökologische Zustandsbewertung erfolgt integrativ auf Basis des in jedem Wasserkörper untersuchten Makrozoobenthos, ergänzt um die weiteren biologischen Qualitätskomponenten Fische, Makrophyten und Phytobenthos sowie Phytoplankton in ausgewählten Wasserkörpern. Die jeweils empfindlichste Qualitätskomponente gibt den Ausschlag für die Gesamtbewertung des ökologischen Zustands eines Wasserkörpers. 
 

Chemisch-physikalische Überwachung der Fließgewässer

Die EG-Wasserrahmenrichtlinie unterscheidet bei den Kenngrößen der    chemisch-physikalischen Gewässerüberwachung mehrere Bereiche, die jeweils unterschiedlich in die Bewertung der Wasserkörper eingehen. Die allgemeinen chemisch-physikalischen Bedingungen, die den Temperatur- und Sauerstoffhaushalt, den Salzgehalt und den Nährstoffhaushalt der Fließgewässer charakterisieren, werden zur Unterstützung der Ergebnisse der biologischen Zustandsüberwachung herangezogen. Darüber hinaus geben die Messdaten dieser Parameter wichtige Hinweise für die Maßnahmenplanung, so zum Beispiel bei der Reduzierung der Emissionen von sauerstoffzehrenden Stoffen oder von Nährstoffeinträgen.

Die chemisch-physikalische Überwachung der Oberflächengewässer wird von den Regionalstellen Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Bodenschutz der Struktur- und Genehmigungsdirektionen Nord und Süd sowie vom Landesamt für Umwelt durchgeführt. Das chemisch-physikalische Messnetz zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie umfasst 10 Überblicksmessstellen und 90 operative Probenahmestellen. 
 

HinweisDie Aufteilung der Oberflächenwasserkörper musste seit der Bestandaufnahme mehrfach überarbeitet werden. Die Excel-Tabelle enthält eine Referenzliste mit der historischen Zuordnung der Wasserkörper von 2004 bis 2015. Zuordnung-OWK_ID_2004-2015.xlsx